Technische Kontrolle: Alles, was Sie über den Zustand der Reifen wissen müssen

Der Zustand der Reifen spielt bei der Hauptuntersuchung eine entscheidende Rolle. Tatsächlich können abgefahrene, beschädigte oder nicht den Vorschriften entsprechende Reifen die Sicherheit des Fahrzeugs gefährden. Sie können zudem eine Nachuntersuchung zur Folge haben.

Glücklicherweise lassen sich mit einigen einfachen Überprüfungen viele böse Überraschungen vermeiden. Nehmen Sie sich daher vor Ihrem Termin die Zeit, den Verschleiß, den Luftdruck und den allgemeinen Zustand Ihrer Reifen zu überprüfen.

In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Punkte vom Prüfer kontrolliert werden und mit welchen Verhaltensweisen Sie Ihr Fahrzeug optimal vorbereiten können.

Zusammenfassung

  1. Warum sind Reifen bei der Hauptuntersuchung wichtig?
  2. Welche Elemente überprüft der Prüfer?
  3. Welche Mängel können zu einer Nachuntersuchung führen?
  4. Wie erkennt man einen abgenutzten oder gefährlichen Reifen?
  5. Wie bereitet man seine Reifen auf die Hauptuntersuchung vor?
  6. Was ist zu tun, wenn die Reifen gewechselt werden müssen?
  7. Häufig gestellte Fragen zu Reifen bei der Hauptuntersuchung

1. Warum sind Reifen bei der Hauptuntersuchung wichtig?

Reifen stellen den einzigen Kontaktpunkt zwischen dem Fahrzeug und der Straße dar. Daher beeinflusst ihr Zustand direkt das Bremsverhalten, die Stabilität und die Bodenhaftung.

Zu stark abgenutzte Profile leiten Wasser schlechter ab. Infolgedessen erhöht sich das Aquaplaning-Risiko auf nasser Fahrbahn. Darüber hinaus können ein zu geringer Reifendruck oder beschädigte Reifen die Haftung verringern und den Bremsweg verlängern.

Der Prüfer widmet daher jedem Reifen besondere Aufmerksamkeit. Er untersucht auch die Räder, Felgen sowie mehrere Elemente im Zusammenhang mit Achsen und Aufhängung.

Um die Rolle Ihrer Reifen besser zu verstehen, konsultieren Sie die Technische Tipps von Pneus Online.

2. Welche Elemente überprüft der Prüfer?

Bei der Hauptuntersuchung prüft der Prüfer jeden Reifen des Fahrzeugs. Er überprüft insbesondere den Verschleißgrad, den allgemeinen Zustand, die Abmessungen und die Montage.

Die Tiefe der Skulpturen

Zunächst prüft der Prüfer die Tiefe der Hauptprofilrillen. Die gesetzliche Mindesttiefe beträgt 1,6 mm.

Reifen besitzen ebenfalls Verschleißanzeiger. Diese kleinen Gummierhebungen befinden sich auf dem Grund der Rillen. Wenn das Profil auf dieses Niveau abgenutzt ist, erreicht der Reifen seine gesetzliche Verschleißgrenze.

Es ist jedoch besser, diesen Schwellenwert nicht abzuwarten. Tatsächlich verliert ein Reifen mit abnehmender Profiltiefe allmählich an Haftung, besonders auf nasser Fahrbahn.

Die Gleichmäßigkeit des Verschleißes

Ensuite, le contrôleur vérifie si la bande de roulement présente une usure régulière.

Ein stärkerer Verschleiß in der Mitte kann auf einen zu hohen Druck hinweisen. Umgekehrt kann ein starker Verschleiß an beiden Seiten auf einen zu niedrigen Reifendruck hindeuten.

Außerdem kann ein einseitiger Verschleiß auf ein Problem mit der Spureinstellung, der Geometrie oder der Aufhängung hinweisen. Lassen Sie das Fahrzeug in diesem Fall schnell überprüfen, um einen vorzeitigen Verschleiß der neuen Reifen zu vermeiden.

Der allgemeine Zustand des Reifens

Der Prüfer untersucht außerdem die Lauffläche und die Seitenwände. Dabei achtet er insbesondere auf:

  • eine Schnittwunde oder eine tiefe Kerbe; ;
  • eine Beule oder ein Bruch ;
  • starke Risse ;
  • eine Verformung ;
  • sichtbare Kabel ;
  • eine Laufflächenablösung ;
  • ein Fremdkörper im Reifen ;
  • eine Schramme am Fahrzeug.

Eine kleine oberflächliche Beschädigung stellt nicht immer eine unmittelbare Gefahr dar. Im Gegensatz dazu können ein tiefer Schnitt oder eine Beule die Reifenstruktur schwächen. Der Reifen muss dann unverzüglich ersetzt werden.

Die Abmessungen und Indizes

Die Reifen müssen den für das Fahrzeug vorgesehenen Merkmalen entsprechen. Der Prüfer achtet daher auf die Abmessungen sowie auf Last- und Geschwindigkeitsindex.

Eine Inschrift als 205/55 R16 91V geben Sie mehrere Informationen an: die Reifenbreite, die Flankenhöhe, den Felgendurchmesser, den Lastindex und den Geschwindigkeitsindex.

Bevor Sie neue Reifen bestellen, sollten Sie wissen, wie man Die Kennzeichnung eines Reifens lesen.

Wenn Sie zudem die Reifengröße ändern möchten, überprüfen Sie immer deren Kompatibilität mit Ihrem Fahrzeug. Lesen Sie dazu unseren Leitfaden unter die Reifenfreigabe.

Die Reifenbindung auf derselben Achse

Die auf derselben Achse montierten Reifen müssen kompatible Eigenschaften aufweisen. Sie müssen insbesondere dieselbe Größe und dieselbe Bauart aufweisen.

Die Marke muss nicht in jeder Situation identisch sein. Dennoch empfiehlt Pneus Online, auf einer Achse dasselbe Modell zu montieren. So behalten Sie ein gleichmäßigeres Fahrverhalten beim Bremsen und in Kurven bei.

Außerdem sollten beide Reifen einen ähnlichen Verschleißgrad aufweisen. Ein zu großer Unterschied kann das Fahrzeug aus dem Gleichgewicht bringen, insbesondere auf nasser Fahrbahn.

Die Montage auf den Felgen

Der Prüfer überprüft auch die Montage jedes Reifens.

Wenn der Hersteller eine Laufrichtung vorschreibt, muss der auf der Flanke angegebene Pfeil in die richtige Richtung zeigen. Ebenso muss bei einem asymmetrischen Reifen die Aufschrift «Outside» nach außen zeigen.

Schließlich darf der Reifen nicht an einem Fahrzeugteil schleifen. Die Felge darf zudem keine starken Verformungen aufweisen.

Der Reifendruck und die TPMS-Kontrollleuchte

Ein falscher Luftdruck beschleunigt den Reifenverschleiß. Er beeinträchtigt zudem das Fahrverhalten und kann den Kraftstoffverbrauch erhöhen.

Der Prüfer misst nicht unbedingt jeden Reifendruck mit einem Manometer. Er kann jedoch einen offensichtlich zu wenig aufgepumpten Reifen melden.

Außerdem muss bei Fahrzeugen, die mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet sind, die TPMS-Warnleuchte ordnungsgemäß funktionieren. Wenn diese Leuchte weiterhin leuchtet, überprüfen Sie den Reifendruck vor dem Termin.

Entdecken Sie auch unsere Tipps für die richtige Einstellung der Reifendruck.

3. Welche Mängel können zu einer Nachuntersuchung führen?

Nicht alle Mängel weisen denselben Schweregrad auf. Mehrere Unregelmäßigkeiten können jedoch zu einem negativen Ergebnis bei der Hauptuntersuchung führen.

Der Prüfer kann insbesondere feststellen:

  • ein Verschleißanzeiger hat ausgelöst; ;
  • zu seichte Skulpturen ;
  • ein bedeutender Schnitt ;
  • ein Bruch oder eine Verformung; ;
  • sichtbare Kabel ;
  • nicht konforme Abmessungen ;
  • uncompatible Reifen auf derselben Achse ;
  • eine falsche Montage ;
  • eine Reibung an einem Teil des Fahrzeugs; ;
  • ein fehlerhaftes Überwachungssystem für den Reifendruck.

Daher kann ein Reifen noch benutzbar erscheinen und dennoch einen Mangel aufweisen, der eine Nachuntersuchung rechtfertigt.

Deshalb empfiehlt es sich, die Reifen bereits einige Tage vor dem Termin zu überprüfen. So haben Sie genügend Zeit, sie kontrollieren oder ersetzen zu lassen.

4. Woran erkennt man einen abgenutzten oder gefährlichen Reifen?

Sie können zahlreiche Mängel ohne spezielle Ausrüstung erkennen. Parken Sie das Fahrzeug zu Beginn auf einer ebenen Fläche und stellen Sie die Vorderräder leicht eingeschlagen ein. So können Sie die gesamte Reifenbreite leichter beobachten.

Überprüfen Sie die Verschleißanzeigen

Suchen Sie die Briefe TWI, ein Dreieck oder das Herstellerlogo auf der Flanke. Diese Markierungen zeigen die Position der Verschleißanzeiger in den Profilrillen.

Ersetzen Sie den Reifen, sobald die Lauffläche den Verschleißanzeiger erreicht hat. Das heißt, planen Sie nicht, noch mehreretausend Kilometer weiterzufahren.

Betrachten Sie die gesamte Lauffläche

Schauen Sie nicht nur auf die Mitte des Reifens. Untersuchen Sie auch die Innen- und Außenseiten.

Tatsächlich kann ein asymmetrischer Verschleiß bei geradestehenden Rädern unsichtbar bleiben. Streichen Sie zudem vorsichtig mit der Hand über die Lauffläche. So können Sie einen Höhenunterschied oder eine unebene Oberfläche erkennen.

Untersuchen Sie die Flanken

Die Flanken dürfen weder tiefe Schnitte, Beulen noch Brüche aufweisen.

Ein Reifenbruch entsteht häufig nach einem Aufprall auf einen Bordstein oder ein Schlagloch. Er weist in der Regel auf eine Beschädigung der internen Struktur hin. Setzen Sie in diesem Fall die Fahrt nicht fort und holen Sie schnell den Rat eines Fachmanns ein.

Kontrollieren Sie regelmäßig den Druck

Überprüfen Sie den Reifendruck bei kalten Reifen, idealerweise einmal im Monat und vor einer langen Fahrt.

Sie finden die empfohlenen Werte im Tankdeckel, an der B-Säule der Fahrerseite oder im Bordbuch des Fahrzeugs.

Außerdem kann ein wiederholter Druckverlust auf einen schleichenden Reifenplatzer, ein defektes Ventil oder eine beschädigte Felge hinweisen. Begnügen Sie sich daher nicht damit, den Reifen immer wieder aufzufüllen.

Achten Sie auf Vibrationen

Vibrationen im Lenkrad können auf eine schlechte Auswuchtung oder eine Verformung des Reifens hinweisen.

Ebenso kann die Spur eingestellt werden müssen, wenn das Fahrzeug zu einer Seite zieht. Schließlich sollte Sie auch ein ungewöhnliches Rollgeräusch alarmieren.

Lassen Sie in all diesen Situationen die Reifen und das Fahrzeug vor der Hauptuntersuchung überprüfen.

5. Wie bereitet man seine Reifen auf die Hauptuntersuchung (TÜV) vor?

Führen Sie einige Tage vor dem Termin eine vollständige Überprüfung durch.

Beginnen Sie damit, die Tiefe der Profilrillen zu messen. Untersuchen Sie anschließend die Lauffläche und die Flanken. Prüfen Sie außerdem den Reifenfülldruck bei kaltem Reifen.

Vergleichen Sie dann die Aufschriften auf den beiden Reifen derselben Achse. Die Abmessungen und die wichtigsten Merkmale müssen übereinstimmen.

Überprüfen Sie schließlich, ob die Druckkontrollleuchte nach dem Starten normal erlischt.

Hier sind die wichtigsten zu prüfenden Punkte:

  • die Tiefe der Skulpturen ;
  • die Verschleißanzeiger ;
  • der Zustand des Profils ;
  • die Innen- und Außenflanken ;
  • der Reifendruck ;
  • die Abmessungen und Indizes; ;
  • die Einbaurichtung ;
  • das Fehlen von Vibrationen; ;
  • das Fehlen der Reifendruckkontrollleuchte.

Diese Prüfung dauert nur wenige Minuten. Dennoch kann sie Ihnen eine Nachuntersuchung ersparen. Vor allem hilft sie dabei, ein Problem zu erkennen, bevor es Ihre Sicherheit gefährdet.

6. Was ist zu tun, wenn die Reifen ersetzt werden müssen?

Wenn ein Reifen starke Abnutzung oder einen irreparablen Schaden aufweist, ersetzen Sie ihn vor der Hauptuntersuchung.

In den meisten Fällen ist es besser, beide Reifen derselben Achse zu wechseln. Dadurch behält das Fahrzeug eine ausgewogene Bodenhaftung zwischen der linken und der rechten Seite.

Bevor Sie bestellen, notieren Sie sich die Angaben auf der Flanke:

  • die Breite ;
  • die Höhe; ;
  • der Durchmesser ;
  • der Ladeindex ;
  • der Geschwindigkeitsindex ;
  • die etwaigen Herstellerfreigaben.

Sie können dann nach Ihren neuen suchen Autoreifen bei Pneus Online.

Sie schwanken noch zwischen mehreren Kategorien? Konsultieren Sie unseren Leitfaden zu Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen.

Schließlich können Sie Ihre Bestellung in einem unserer Partner-Montagewerkstätten. Der Fachmann kann dann die Reifen montieren, auswuchten und vor Ihrer Hauptuntersuchung auf ihre vorschriftsmäßige Beschaffenheit prüfen.

7. Häufig gestellte Fragen zu Reifen bei der Hauptuntersuchung

Was ist die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe eines Reifens?

Die Mindesttiefe beträgt 1,6 mm in den Hauptprofilrillen.

Dennoch ist es ratsam, die Reifen zu ersetzen, bevor dieser Grenzwert erreicht ist. Tatsächlich nimmt ihre Fähigkeit, Wasser abzuleiten, mit zunehmendem Verschleiß ab.

Kann ein poröser Reifen zu einer Nachprüfung führen?

Ja, wenn Risse den Reifen schwächen oder ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Einige kleine oberflächliche Spuren führen dagegen nicht automatisch zu einer Nachuntersuchung. Holen Sie im Zweifelsfall den Rat eines Fachmanns ein.

Ist eine Beule an einem Reifen gefährlich?

Ja. Eine Beule deutet im Allgemeinen auf eine Beschädigung der internen Reifenstruktur hin.

Versuchen Sie daher nicht, sie zu reparieren. Ersetzen Sie den Reifen umgehend.

Müssen auf einer Achse die gleichen Reifen montiert werden?

Die Reifen derselben Achse müssen kompatible Abmessungen und Eigenschaften aufweisen.

Zudem verbessert die Montage desselben Modells die Fahrzeugbalance. Daher ist diese Lösung weiterhin sehr zu empfehlen.

Wird der Reifendruck überprüft?

Der Prüfer kann einen offensichtlich zu wenig aufgepumpten Reifen beanstanden. Er überprüft auch die Funktion der Reifendruckkontrollleuchte (RDKS), sofern das Fahrzeug über dieses System verfügt.

Überprüfen Sie daher vor dem Termin den Reifendruck im kalten Zustand.

Kann man mit Winterreifen zum TÜV?

Ja, vorausgesetzt, die Winterreifen entsprechen den für das Fahrzeug vorgesehenen Maßen. Sie müssen außerdem einen ordnungsgemäßen Verschleißzustand aufweisen und fachgerecht montiert sein.

Kann man die Hauptuntersuchung mit Ganzjahresreifen bestehen?

Ja. Ganzjahresreifen bleiben zulässig, sofern sie den Fahrzeugeigenschaften entsprechen und keine gefährlichen Mängel aufweisen.

Führt ein Nagel automatisch zu einer Nachuntersuchung?

Nein, nicht immer. Allerdings kann ein Nagel einen schleichenden Luftverlust verursachen oder die Reifenstruktur beschädigen.

Lassen Sie den Reifen daher vor dem Termin überprüfen, auch wenn der Luftdruck stabil erscheint.

Schlussfolgerung

Der Zustand der Reifen kann über das Ergebnis der Hauptuntersuchung entscheiden. Insbesondere zu geringe Profiltiefe, ein tiefer Schnitt, eine Beule oder nicht konforme Dimensionen können zu einer Nachuntersuchung führen.

Überprüfen Sie vor Ihrem Termin daher den Verschleiß, den Luftdruck und den allgemeinen Zustand jedes Reifens. Kontrollieren Sie außerdem die Reifendimensionen und die Montage der Reifen an jeder Achse.

Durch diese Inspektion reduzieren Sie das Risiko einer Nachuntersuchung. Vor allem verbessern Sie Ihre Sicherheit und die Ihrer Passagiere.

Schließlich sollten Sie nicht erst die Hauptuntersuchung abwarten, um einen gefährlichen Reifen zu ersetzen. Sobald ein Mangel auftritt, holen Sie den Rat eines Fachmanns ein oder suchen Sie nach auf Ihr Fahrzeug abgestimmte Reifen bei Pneus Online.

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